IT-Experte für Netzadministration bei der KVWL: 5 Fragen an Mohsen Ghaffari

Welche Netzwerktechnik braucht eine Organisation wie die KVWL? Und wie wird sie bereitgestellt und auf dem neuesten Stand gehalten? Mohsen Ghaffari ist Netzwerkadministrator bei der KVWL und kümmert sich darüber hinaus um verschiedene Projekte. Er berichtet, wie er sich beruflich entwickelt hat und was ihn an seinem Job fasziniert.

1. Herr Ghaffari, verraten Sie uns, wer Sie sind und was Sie tun!

Ich bin Anfang 30 und stamme aus dem Iran. Seit 2011 lebe ich in Deutschland und habe hier Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Südwestfalen studiert. Mein Einstieg bei der KVWL war fließend: 2015 habe ich hier zunächst als Werkstudent im Team IT-Infrastruktur angefangen und dann auch hier meine Bachelorarbeit geschrieben. Nach meinem Abschluss bin ich dann direkt im gleichen Team als Experte für Netzwerkadministration geblieben.

Mein Schwerpunkt liegt auf der Netzwerktechnik, insbesondere Cisco Routing und Switching-Technologien. Ich interessiere mich auch stark für IT-Sicherheitsthemen, wie Firewalls, „incident handling“ oder „penetration testing“. 

2. Welche Aufgaben beschäftigen Sie als Netzwerkadministrator bei der KVWL?

In meinem Team sorgen wir für die Bereitstellung der gesamten IT-Infrastruktur und verantworten die Netzwerksicherheit. Ich bin dabei für die Installation und Inbetriebnahme von Netzwerkkomponenten, wie z. B. Cisco Switche zuständig. Dazu gehört auch, dass ich regelmäßig den Zustand der Komponenten und deren Ressourcen prüfe und neue Konzepte für passive und aktive Netzwerkkomponenten entwickle. 

3. Wie ist Ihre Fachkompetenz innerhalb des Teams eingebunden und wie sind die Teams untereinander organisiert?

Grundsätzlich arbeiten wir in cross-funktionalen Teams, in denen wir unsere Aufgaben gemeinschaftlich festlegen. Innerhalb des Teams sind wir als Teammitglieder anhand von Skill-Sets in drei weitere Gruppen eingeteilt: Unified Communications und Virtualisierung, Datenbanken und deren Sicherung sowie Netzwerke und Security. Durch diese Einteilung und die gleichzeitig cross-funktionale Arbeit können wir optimal arbeiten. Wir entwickeln Lösungen gemeinsam und lernen ständig voneinander. Das fördert zugleich persönliche Entwicklung.

4. Sie haben auch an der Umsetzung eines IT-Sicherheitsprojekts mitgewirkt. Erzählen Sie uns davon!

Es handelt sich dabei um ein Security Information and Event Management, kurz SIEM. Das ist neben Firewalls und Intrusion-Prevention-Systemen eine ganz klassische Sicherheitsmaßnahme.

Das System sammelt und korreliert echtzeitnah viele sicherheitsrelevante Daten (wie z. B. Logfiles und Ereignisse) von Netzwerkkomponenten, Datenbanken und Betriebssystemen. Diese werden dem SIEM-Administrator aufbereitet und im Dashboard dargestellt, um Sicherheitsmaßnahmen abzuleiten. Bei dem Erreichen kritischer Schwellenwerte generiert das System zusätzlich Warnungen, Meldungen oder Alarme, die in Berichtsform an den SIEM-Administrator ausgegeben werden.

Dieses System haben wir in zwei getrennten Projektphasen realisiert. Zunächst waren wir mit der Erstellung der Ausschreibungsunterlagen befasst. In der zweiten Phase wurden dann die Ausschreibung und anschließend die Installation durchgeführt, bevor das System letztendlich in Betrieb genommen wurde. In dieser Projektzeit habe ich viel gelernt.

5. Was sind aus Ihrer Sicht die Besonderheiten an der Arbeit als Administrator ganz allgemein und was sollte man für diese Tätigkeit mitbringen?

Collaboration ist hier ein ganz zentrales Thema. Oft sind wir Administratoren mit Aufgaben konfrontiert oder Tätigkeiten befasst, die über Team-Grenzen hinausgehen. Wir müssen mit verschiedenen Menschen und ihren Interessen umgehen können und wollen, weil die Interaktion bei unserer Arbeit sehr wichtig ist. Das ist aus meiner Sicht ein wesentlicher Unterschied zu der Arbeit als Entwickler.

Weitere Einblicke in die IT-Arbeit der KVWL

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IT bei der KVWL – ein spannendes Feld mit ganz unterschiedlichen und teilweise sehr individuellen Herausforderungen. Geschäftsbereichsleiter Dr. Georg Diedrich und sein Stellvertreter Stephan Hoevels geben Einblicke.