Die Strategische und operative Geschäftsbereichsleitung der IT: 8 Fragen an Dr. Georg Diedrich und Stephan Hoevels

IT bei der KVWL – ein spannendes Feld mit ganz unterschiedlichen und teilweise sehr individuellen Herausforderungen. Geschäftsbereichsleiter Dr. Georg Diedrich und sein Stellvertreter Stephan Hoevels geben Einblicke.

1. Herr Dr. Diedrich, stellen Sie sich den Leserinnen und Lesern bitte kurz vor.

Ich bin studierter Ökonom und habe im Bereich Wirtschaftsinformatik promoviert. Nach sieben Jahren in der Versicherungswirtschaft – zuletzt als Leiter der IT-Architektur -, bin ich bei der KVWL als stellvertretender Geschäftsbereichsleiter gestartet. Seit 2016 leite ich den Geschäftsbereich IT und habe zeitgleich die Rolle des Geschäftsführers der KV IT-GmbH übernommen. Am 01.09.2017 kam dann noch die Aufgabe als Vorstand des Vereins Digital Healthcare NRW e.V. hinzu. In meiner Funktion hier im Haus verantworte ich die IT-Strategie, die Finanzen, das Personal und die Gremienarbeit. Zudem stehe ich in engem Austausch mit dem Vorstand zu allen IT-Themen rund um Digitalisierung und E-Health. 

2. Herr Hoevels, stellen Sie sich den Leserinnen und Lesern bitte ebenfalls kurz vor.

Eigentlich bin ich Diplom-Ingenieur im Bereich Nachrichtentechnik. Seit 1998 bekleide ich in der IT der KVWL verschiedene Positionen: IT-Security- und Systemadministration, IT-Infrastruktur sowie die Leitung verschiedenster IT-Projekte sind nur einige Stationen. Seit 2016 bin ich stellvertretender IT-Leiter. Meine Kernthemen sind IT-Architektur, Projektsteuerung, die Sicherstellung des gesamten Betriebs und nach wie vor die IT-Security der KVWL.

3. Herr Dr. Diedrich: Was führte Sie zur KVWL? Gab es besondere Gründe sich für das Gesundheitswesen zu entscheiden?

Das Gesundheitswesen ist ein spannendes Umfeld, gerade auch für ITler. Die Kombination der Bereiche bietet überraschend viele Möglichkeiten zur Gestaltung. Der große Bereich des E-Health wächst ständig weiter, so dass sich laufend neue Themen ergeben. Das fand und finde ich sehr spannend. Zudem bin ich ein Kind des Ruhrgebiets und habe mich gefreut, wieder hier arbeiten zu können.

4. Herr Hoevels: Wie sieht Ihr bisheriger Werdegang bei der KVWL aus? Welche Stationen waren aus Ihrer Sicht die prägendsten?

In fast 20 Jahren bei der KVWL habe ich ganz unterschiedliche Stationen in der IT durchlaufen und ebenso viele Positionen bekleidet. Da war immer viel Bewegung. Die Dynamik der Gesundheitsbranche spiegelt sich in der IT - und umgekehrt! Das Gestalten von solchen Veränderungen ist immer sehr anspruchsvoll, treibt mich aber zugleich auch an. Herausragend war sicherlich meine Funktion als Leiter der IT-Architektur, sowie die Leitung von verschiedensten bundesweiten Projekten im KV-System. Hier konnte ich besonders wichtige und prägende Erfahrungen sammeln.

5. Herr Dr. Diedrich: Welche Entwicklungen sehen Sie im Gesundheitswesen durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien?

Die Digitalisierung ist einer der Megatrends überhaupt. Im Gesundheitswesen verändert sich in kurzer Zeit extrem viel. So entstehen Spannungsfelder, da die Gesundheitsbranche bisher eher durch eine große Stabilität geprägt war. Gerade auf die IT kommen große Aufgaben zu: Wir können uns nicht mehr die Frage stellen, ob wir bestimmte Trends mitmachen. Ganz im Gegenteil: Wir gestalten sie so, dass sie den größtmöglichen Nutzen für uns und unsere Zielgruppen haben. Das macht die Arbeit hier zu etwas ganz Besonderem.

6. Herr Hoevels: Sie sorgen für einen reibungslosen Betrieb im operativen Geschäft in der IT. Was genau verbirgt sich dahinter?

Immer bedeutender wird für uns das Thema IT-Security. Vielfach liest oder hört man in den Medien von Crypto-Trojanern, „gehackten“ Facebook-Accounts oder auch gestohlenen Identitäten und Online-Banking-Zugängen. In Firmen und Organisationen richtet die Cyberkriminalität inzwischen einen sehr hohen Schaden an und die Angreifer verdienen mitunter sehr hohe Geldsummen damit. Wir arbeiten hier mit hochsensiblen Daten, die wir professionell schützen müssen. Deshalb werden unsere Sicherheitsvorkehrungen ständig überprüft und kontinuierlich angepasst und verbessert. Wir sind daneben aber auch für den ganz normalen Regelbetrieb verantwortlich, also dafür, dass jeder Mitarbeiter die technische Ausstattung hat, die er braucht – und dass diese auch funktioniert.

7. Herr Dr. Diedrich: Was macht die Arbeit in der KVWL IT besonders?

Mir ist es bei allen Herausforderungen, mit denen wir es zu tun haben, wichtig, dass die Mitarbeiter eine hohe Eigenverantwortung haben. Innerhalb bestimmter „Leitplanken“ organisieren sich sowohl die Teams, als auch die einzelnen Kollegen selbst. Unser Ziel ist es, einen starken IT-Bereich zu haben, der die Fachabteilungen des Hauses optimal unterstützt. Die IT ist einer der Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche KVWL und auch für das Gesundheitswesen im Allgemeinen.

8. Herr Hoevels: Was macht die Arbeit für Sie besonders?

Der Trend der Digitalisierung von Geschäftsprozessen und die zunehmende Entwicklung von digitalen Innovationen im Gesundheitswesen ist für uns eine riesige Herausforderung, was die Arbeit sehr spannend macht. Wir haben hier im Haus der KVWL die Möglichkeit, diesen Trend aktiv mitzugestalten, das nehme ich nicht nur bei mir, sondern auch bei vielen Kollegen und Mitarbeitern als sehr positiv wahr.

Dazu kommt, dass wir in unserem Geschäftsbereich ein sehr gutes Miteinander haben und mit einer sehr modernen und offen ausgerichteten Organisationsstruktur arbeiten, was allen einen sehr großen Entfaltungsspielraum mit hohem persönlichem Entwicklungspotential bietet und ein vertrauensvolles Arbeitsklima ermöglicht. Darüber hinaus sind wir ein recht buntgemischter Bereich mit den unterschiedlichsten Ausbildungszweigen und den verschiedensten Nationalitäten und kulturellen Hintergründen. Mit diesen Menschen zusammenzuarbeiten macht sehr viel Spaß und ist eine Bereicherung für das persönliche Leben.

Weitere Einblicke in die IT-Arbeit der KVWL

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Was zeichnet die IT-Sicherheit im Gesundheitswesen aus und was macht diese Branche für Informatiker besonders spannend?

Kollaboration und Vernetzung – das sind zwei zentrale Themen in der Digitalisierung der Arbeitswelt. Über die Einführung neuer Kommunikationstechnologien.